Umkleide

Die Hauptüberwindung zum Sport machen (neben dem üblichen Schweinehund) war die Umkleide-Problematik: Solange ich pre-T und pre-OP bin, ist es eigentlich unmöglich, in die Männerumkleide zu gehen. Also gehe ich in die Frauenumkleide, was natürlich auch nicht viel besser ist. Meistens habe ich die Sportklamotten vorher schon drunter gezogen, sodass ich mich in der Umkleide quasi gar nicht umziehe, und erst zu Hause dusche.

Was ich extrem unangenehm finde, sind Frauen die dort – logischerweise – halb- oder ganz nackt herumhüpfen. Ich habe auch immer das Gefühl, dass ich sie ’stören‘ würde, weil ich mir so fehl am Platz vorkomme. Einerseits, weil’s halt die falsche Umkleide ist. Andererseits, weil ich einigen auch Homophobie unterstelle. Für die meisten Menschen mache ich in Sportklamotten halt einen klischeeüberladenen Lesbeneindruck, und man merkt einigen Frauen an, dass es ihnen nicht egal ist.

Zum Glück kann ich meine Aufenthaltszeit in der Umkleide ziemlich kurz gestalten.

2 Kommentare zu „Umkleide“

  1. Jaaaaa, total doof! In der 5. Klasse kannte eine Mitschülerin den Vornamen Gudrun nicht und dachte, das wäre ein Jungenname. Das klärte sich auch erst beim Sport in der Umkleide. Am schlimmsten finde ich es mit Leuten, die man kennt.

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