Testo: Monat 8

Genau zu dem Zeitpunkt, an dem allmählich zu wenige bzw. langsame Veränderungen eintreten um monatlich zu dokumentieren, geschieht die Erleuchtung der Formen: Gewicht, Körperfett und Muskeln. 

Physisches

  • Haare

Ich habe ein Brusthaar, auf das ich sehr stolz bin. Es ist allein auf weiter Flur, mal sehen wie lange noch. Die Körperbehaarung nimmt weiter allgemein zu, fällt mir aber nicht mehr besonders auf. Verrückterweise sind die meisten neuen Haare auf der Rückseite meiner Oberschenkel. Zum Haarausfall auf dem Kopf werde ich meinen Endokrinologen im Februar konsultieren, vielleicht lässt es sich durch eine Dosis- oder Präparatveränderung entschleunigen, vielleicht mache ich mir nur unnötige Gedanken über Dinge, die ich nicht ändern kann.

  • Haut

Die Haut im Gesicht beruhigt sich etwas, dafür verlagern die Pickel sich in Richtung Dekolleté – das ist zumindest nicht ganz so offensichtlich.

  • Kurven und Kanten

Zum Achtmonatigen habe ich mal wieder Maß genommen und mich auf die Waage gestellt. Beides gehört wirklich nicht zu meinen Lieblingsbeschäftigungen, sodass ich es tatsächlich seit dem Dreimonatigen nicht mehr gemacht habe. Zwar bin ich in den letzten Wochen mehrmals darauf angesprochen worden, ob ich abgenommen hätte – das habe ich aber auf das testosteronbedingt kantigere Gesicht geschoben. Und obwohl ich die letzten Monate gemerkt habe, dass die Körperfettverteilung begonnen hat, habe ich nicht damit gerechnet, tatsächlich Veränderungen „messen“ zu können.

Voilà, die Erleuchtung: Ich wiege 5kg weniger als im August, 8kg weniger als zum Testostart und 10kg weniger als vor einem Jahr! Und das quasi ohne aktiv Diät oder Sport gemacht zu haben. Dazu gesellen sich 7cm weniger Brust-, 5cm weniger Bauch- und 6cm weniger Hüftumfang. Als Sahnehäubchen haben sich Schulter- und Armumfang nicht verändert, während an den Armen mehr Muskeln und weniger Schwabbel ist. Summa summarum habe ich breitere Schultern als Hüften, oh happy day!

  • Stimme

Nach einem Krächzanfall rund um Silvester habe ich langsam den Eindruck, dass die Stimme sich setzt. Sie ist auf alle Fälle etwas konstanter und ich habe sie wieder besser im Griff, jetzt fehlt nur noch das Volumen.

Psychisches

  • Stimmung

Es geht mir gut. Ich bin sicherlich weit entfernt von sorgenfrei, aber die Grundstimmung ist viel besser – im Sinne von gesünder. Aktuell bereitet mir die OP-Thematik Gedanken in zwei unterschiedliche Richtungen: Einerseits die zur Zeit anstrengende Auseinandersetzung damit, wie viel sich durch OPs (nicht) angleichen und erreichen lässt, welche Belastungen das bedeutet und wie ich auf lange Sicht leben möchte. Andererseits rückt die Mastektomie näher, sodass mich in absehbarer Zeit nichts mehr zurückhält, aufrecht durch die Welt zu wandeln. Damit checke ich auch immer mehr, dass es sich „sogar für mich“ lohnt, den Körper zu pflegen. Ich habe wieder angefangen Sport zu machen, zum ersten Mal seit Juni (inklusive Herrenumkleide olé). Es fühlt sich gut an, mich in der eigenen Haut zu bewegen.

Fazit

Die Körperthemen beschäftigen mich weiterhin konstant, aber ich habe mehr im Griff, wie sehr sie mich vom Alltäglichen abhalten. Zum Glück fahre ich an der Uni nach wie vor mit gedrosseltem Tempo, was einige potenzielle Stressfaktoren im Keim erstickt. Somit hält der allgemeine Positiv-Trend an.

5 Kommentare zu „Testo: Monat 8“

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